Donald Trump spricht über „eine schreckliche Erfahrung“ im Gefängnis (2024)

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Von: Lukas Rogalla, Daniel Dillmann

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Donald Trump wird in Fulton County erkennungsdienstlich erfasst - und vermarktet das Fahndungsfoto für seine Wahlkampagne. Der Newsticker.

  • Fahndungsfoto veröffentlicht: „Mugshot“ von Donald Trump liegt vor
  • Ex-Präsident im Gefängnis: Auftritt von Donald Trump im US-Bundesstaat Georgia
  • Trump in Atlanta erwartet: Fans demonstrieren vor berüchtigtem Gefängnis

Update vom 25. August, 15.35 Uhr: Nach seiner Verhaftung hat sich Donald Trump erstmals den Medien gestellt. In einem Interview mit dem ultrarechten TV-Sender Newsmax beschrieb er die Zeit im Gefängnis in Fulton County. Es sei eine „schreckliche Erfahrung“ gewesen, so der ehemalige US-Präsident. „Ich habe einen Mugshot [Fahndungsfoto] gemacht. Das Wort Mugshot hatte ich vorher noch nie gehört. Das hat man mir an der Wharton School of Finance nicht beigebracht.“ Seine Verhaftung sei „ein trauriger Tag für unser Land“ gewesen.

Donald Trumps „Mugshot“ wird zum Trend unter Fans

Update vom 25. August, 11.25 Uhr: Nachdem sich der ehemalige US-Präsident Donald Trump im Fulton County Jail in Atlanta gestellt hatte, wurde besonders sein Fahdungsfoto, der sogenannte „Mugshot“, mit Spannung erwartet. Damit wurde er schließlich zum ersten Ex-Präsidenten der US-Geschichte, der ein Polizeifoto hat. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung von Trumps Foto ist der „Mugshot“ bereits zu einem Trend geworden. Nach seiner nur 20-minütigen Festnahme verbreitete Trump das Foto auch selbst auf der Plattform X, ehemalig Twitter, und seiner eigenen Plattform „Truth Social“.

Update vom 25. August, 8.45 Uhr: Die Bezirksstaatsanwältin von Fulton County, Fani Willis, hat einen Termin für den Beginn des Prozesses gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und 18 Mitangeklagte in Georgia im Oktober beantragt, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

In ihrem Antrag an das Gericht wies Willis darauf hin, dass Trump-Anwalt Kenneth Chesebro, einer der Angeklagten, denen vorgeworfen wird, versucht zu haben, die Wahlergebnisse des Bundesstaates für 2020 zu verfälschen, am Mittwoch einen „Antrag auf ein zügiges Verfahren“ im Rahmen eines Gesetzes des Bundesstaates Georgia gestellt habe

Historisches Bild: Polizeifoto von Ex-Präsident Trump veröffentlicht

Update vom 25. August, 4.00 Uhr: In einem Gefängnis im US-Bundesstaat Atlanta ist am Donnerstag (24. August Ortszeit) ein Polizeifoto des früheren Präsidenten DonaldTrumpaufgenommen worden. Das Foto wurde kurz darauf vom Büro des Sheriffs veröffentlicht. Nach seiner Anklage wegen Wahlbeeinflussung im Bundesstaat Georgia wurdeTrumpin dem Gefängnis im Landkreis Fulton wegen „Vorwürfen der Erpressung und Verschwörung“ kurzzeitig unter Arrest gestellt, wie es aus dem Büro des Sheriffs hieß.

Trumpbezeichnete die Behörden in Georgia als „Scheinjustiz“ und warf ihnen „Wahlbeeinflussung“ vor. „Ich habe nichts falsch gemacht“, sagte er nach der erkennungsdienstlichen Behandlung vor Journalisten, bevor er seine Rückreise antrat.

Donald Trump spricht über „eine schreckliche Erfahrung“ im Gefängnis (1)

Medienberichten zufolge wollte der Ex-Präsident nach dem Gefängnistermin in Atlanta in seinen Golfclub Bedminster in New Jersey zurückkehren. Die Kaution war bereits zu Wochenbeginn auf 200.000 Dollar (rund 185.000 Euro) festgelegt worden. Das Foto ist eine historische Premiere: Bei den drei bisherigen Anklagen gegenTrumphatten die Behörden auf Polizeifotos verzichtet.

Trump will sich den Behörden stellen

Update vom 24. August, 21.50 Uhr: Der frühere US-Präsident Donald Trump will sich eigenen Angaben zufolge in der Nacht zu Freitag (deutscher Zeit) im Zusammenhang mit einer Anklage wegen versuchten Wahlbetrugs im Gefängnis im Bundesstaat Georgia den Behörden stellen. Als Uhrzeit nannte er in einem Post auf seiner Plattform Truth Social 19.30 Uhr Ortszeit - also 1.30 Uhr MESZ.

Er müsse anfangen, sich fertig zu machen, schrieb er weiter und hetzte erneut gegen die Justiz. Es war erwartet worden, dass sich Trump am Donnerstag im Bezirksgefängnis in Atlanta meldet - die Uhrzeit war allerdings noch unklar. Bei dem Vorgang dürfte es sich zumindest formal um eine Festnahme handeln. In dem Gefängnis muss der republikanische Präsidentschaftsbewerber das formale Prozedere, das einer Anklage folgt, über sich ergehen lassen. Dazu gehört die Aufnahme seiner Personalien. Auch ein Polizeifoto ist möglich. Trump kann die Stadt danach aber wieder verlassen.

Donald Trump geht ins Gefängnis: Fans und Gegner warten gespannt auf Polizeifoto

Update vom 24. August, 20.25 Uhr: In Georgia dürfte von Trump auch ein Polizeifoto angefertigt werden, als erster Ex-Präsident der US-Geschichte. Schon vor dem Termin zeichnete sich ab, dass dieser „mug shot“ von Fans wie Gegnern gleichermaßen im angelaufenen Wahlkampf verwendet werden dürfte.

„Wir wollen es auf T-Shirts drucken“, sagte eine Trump-Anhängerin vor dem Gerichtsgebäude. „Es wird weltweit verbreitet. Das Bild wird beliebter werden als die Mona Lisa.“ Die Behörden in den drei anderen Verfahren hatten auf ein Polizeifoto verzichtet.

Trump in Atlanta erwartet: Fans demonstrieren vor berüchtigtem Gefängnis

Update vom 24. August, 19.50 Uhr: Anhänger und Gegner von Donald Trump vor dem Gefängnis versammelt, wo der frühere US-Präsident nach seiner Anklage wegen Wahlbeeinflussung im Bundesstaat Georgia erkennungsdienstlich behandelt werden sollte. Vor der wegen der Zustände berüchtigten Haftanstalt des Landkreises Fulton County in der Großstadt Atlanta schwenkten Anhänger des Republikaners Trump-Fahnen und forderten eine Festnahme von Präsident Joe Biden.

„Ich denke, das ist politische Verfolgung, die sich jetzt zu einer politischen strafrechtlichen Verfolgung entwickelt hat“, sagte die Trump-Anhängerin Sharon Anderson. „Ich bin hier, um Präsident Trump zu unterstützen“, sagte auch Ken Peters aus Tennessee. „Er wird auf lächerliche Art und Weise Woche für Woche angeklagt. Es ist so dumm. Sie wollen ihren politischen Gegner ins Gefängnis werfen, das ist wie in der Dritten Welt.“ Derweil forderte eine Demonstrantin eine Festnahme Trumps und warf dem Ex-Präsidenten „eklatante Lügen“ vor. Zahlreiche Polizistinnen und Polizisten sicherten die Umgebung des Gefängnisses.

Trump trennt sich von Anwalt

Update vom 24. August, 14.25 Uhr: Laut dem US-Nachrichtensender CNN hat sich Donald Trump wenige Stunden vor seinem Termin in Georgia von einem Rechtsberater getrennt. „Der ehemalige Präsident Trump hat seinen Top-Anwalt in Georgia vor seiner Auslieferung ausgetauscht, wie mir Quellen berichten“, sagte Moderatorin Kristen Holmes im Morgenprogramm des Senders. Konkret gehe es um Drew Findling. Der 64 Jahre alte Anwalt wird laut CNN durch Steven Sadow ersetzt.

Erstmeldung vom 24. August: Atlanta – Donald Trump muss ins Gefängnis - wenn auch zunächst nur vorübergehend. Der ehemalige US-Präsident wird am heutigen Donnerstag im US-Bundesstaat Georgia erwartet. Dort muss sich Trump einfinden, um im Zuge einer Klage wegen des Vorwurfs des Versuchs der Wahlbeeinflussung erkennungsdienstlich behandelt zu werden.

Während Donald Trump bei seinen bisherigen Klagen die erkennungsdienstliche Erfassung erspart geblieben war, muss er in Georgia die volle Prozedur über sich ergehen lassen. Die zuständige Staatsanwältin Fani Willis hat sämtliche Sonderbehandlungen für den Ex-Präsidenten abgelehnt. Auch der Sheriff von Fulton County, Patrick Labat, hat erklärt, Trump solle gemäß der „normalen Praxis“ wie jeder andere Angeklagte behandelt werden. Das wiederum würde auch die Erstellung eines „Mug Shots“, also eines sogenannten Verbrecherfotos, beinhalten.

Donald Trump muss nach Georgia und ein Polizeifoto machen lassen

Vor Gericht muss Donald Trump am heutigen Donnerstag aber nicht erscheinen. In Atlanta wird die Verlesung der Klage nicht am selben Tag wie die erkennungsdienstliche Erfassung erfolgen. Angesetzt ist die Verlesung aktuell für den 5. September. Bereits heute muss Trump aber die vom zuständigen Richter Scott McAfee festgelegte Kaution zahlen, möchte er das Gefängnis wieder verlassen. Die Kaution wurde auf 200.000 Dollar (rund 185.000 Euro) festgelegt. In der Kautionsvereinbarung mit Trump ist festgehalten, dass Trump keinen Mitangeklagten oder Zeugen einschüchtern oder bedrohen darf. Das umfasst auch Posts auf Online-Plattformen.

Bereits am Mittwoch wurden zahlreiche Verbündete Donald Trumps in Georgia erkennungsdienstlich erfasst - darunter auch sein ehemaliger Anwalt, Rudy Giuliani. Der Ex-Bürgermeister von New York wird ebenfalls wegen versuchter Wahlbeeinflussung angeklagt.

„Harter Lockdown“ in Georgia rund um Trumps Termin im Gefängnis

Donald Trumps Auftritt in Georgia erfolgt unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen. Rund um das Gefängnis gilt laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa ein „harter Lockdown“. Niemand darf das Gebiet betreten oder verlassen. Trump selbst wird wie immer von Beamten des Secret Service begleitet.

Der eigentliche Prozessbeginn wurde von Staatsanwältin Willis auf den 4. März 2024 terminiert - einen Tag vor dem „Super Tuesday“ in den USA. Am 5. März 2024 findet in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten die Vorwahlen der Republikaner für die US-Wahl 2024 statt. In den Vorwahlen bestimmt die Partei, wer die Nominierung erhält und offizieller Kandidat für die Präsidentschaftswahl wird.

Donald Trump warnt Tucker Carlson vor „Ausmaß an Hass“

Donald Trump selbst hatte bezüglich seiner neuerlichen Anklage in Georgia im Interview mit Tucker Carlson bereits vor neuer politischer Gewalt in den USA gewarnt. Auf eine Frage des ehemaligen Moderators von Fox News, ob die Nation auf einen offenen Konflikt zusteuere, antwortete Trump: „Ich weiß es nicht. Ich kann dies sagen: Es gibt ein Maß an Leidenschaft, das ich noch nie gesehen habe. Es gibt ein Ausmaß an Hass, das ich noch nie gesehen habe. Und das ist wahrscheinlich eine schlechte Kombination.“ (Mit Agenturen)

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